Route 66
Allgemein,  Amerika

Route 66 – Durch das Land der Verzauberung (Teil 3)

Der Mythos Route 66

Es gibt wohl keine Strasse auf der Welt, die so bekannt ist wie die Route 66. Es ranken sich viele Mythen und Geschichten um die Route 66, die den Osten der USA mit dem Westen verbindet. Für viele ist es ein Traum mal vom Startpunkt in Chicago bis zum Endpunkt in Santa Monica zu fahren und dabei das Lebensgefühl von Sehnsucht und Freiheit voll auszuleben. Auf der fast 4000 km langen Strecke, die durch 8 Bundesstaaten (Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien) führt, gibt es so viel zu erleben und entdecken, dass dies in einem einzelnen Beitrag nicht niedergeschrieben werden kann. Daher wird diese Serie aus 4 verschiedenen Blogbeiträgen bestehen, die alle nach und nach veröffentlicht werden, bis man am ende in Santa Monica ankommt. In jedem Beitrag wird die Strecke und die dortigen Sehenswürdigkeiten von jeweils zwei Bundesstaaten beschrieben. Dies ist der 3. Beitrag und er führt uns durch Texas und durch New Mexico an die Grenze zu Arizona.

Shamrock der erste Anlaufpunkt in Texas

Die weiten Getreidefelder und die Wiesen in Texas scheinen endlos zu sein. Bis man auf die Kleinstadt Shamrock trifft, kann man die Weite der Landschaft genießen. In Shamrock angekommen kann man verschiedene Wandgemälde bewundern, welche zum Beispiel die 8 Staaten der Route 66 als Autos darstellen. Das U Drop Inn ist eine in 1936 erbaute ehemalige Tankstelle, welche heute als Museum dient. Die Tankstelle wurde restauriert, steht heute unter Denkmalschutz und ist ein wahrer Hingucker. Im kleinen Städtchen Shamrock findet man außerdem das Pioneer West Museum, in welchem die Geschichte der Umgebung zu finden ist. Diese reicht von den Indianischen Uhreinwohnern bis hin zu einem Astronauten der Apollo 12 Mission 

Groom und seine Bauwerke

Nicht weit von der Großstadt Amarillo entfernt liegt das 500 Seelendorf Groom, welches von zwei sehenswerten Bauwerken eingeschlossen ist. Im Westen steht der schiefe Wasserturm von Texas. Dieser ist aber nicht etwa im Wüstensand eingesackt, sondern wurde von einem lokalen Restaurant Besitzer wegen einer Wette absichtlich so errichtet. Im Osten steht mit dem Cross of our Lord Jesus Christ Ministries, ein riesiges Jesus-Kreuz. Dieses 58m große Kreuz wurde 1995 errichtet und ragt gut sichtbar weit über die Prärie.

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Den Hunger stillen in Amarillo

Mit Amarillo treffen wir auf die erste und einzige Großstadt während unserem Trip durch Texas. Im Bush Dome Reservoir im Nordosten der Stadt sind die Heliumreserven der USA gelagert. Dies bringt Amarillo auch den Namen Heliumhauptstadt ein. Etwa 5 km von Amarillo entfernt findet man die Cadillac Ranch. Dort sind 10 alte Cadillacs bis zur Hälfte im Boden vergraben. Die Fahrzeuge dürfen von den Besuchern mit Spraydosen nach Belieben bemalt werden, außerdem befindet sich auch ein Souvenir Shop bei der Cadillac Ranch. Ebenfalls etwas außerhalb von Amarillo findet man den Palo Duro Canyon, neben dem bekannten Grand Canyon der zweit grösste Canyon der USA. Hier zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite und ein Ausflug zum Palo Duro Canyon ist nicht nur für Naturliebhaber ein wahres muss. Mit dem Wonderland Park verfügt Amarillo über einen eigenen kleinen Freizeitpark für Familien und Adrenalinjunckies. Sollte man durch die ganzen Eindrücke und Abenteuer hungrig geworden sein, findet man in Amarillo viele gute Restaurants. Fleischliebhaber kommen hier so richtig auf ihre Kosten. Schließlich stammen etwa 25% der amerikanischen Fleischproduktion aus dem Raum Amarillo. Das The Big Ben ist ein guter Anlaufpunkt für alle mit dem ganz großen Hunger. Man kann dort zum Beispiel ein 2 kg Steak mit Beilagen verspeisen und dies auch noch kostenlos. Vorausgesetzt man kann alles in weniger als einer Stunde essen.     

Die legendäre Cadillac Ranch

Route 66 Midpoint

Die Ortschaft Adrian ist auf jeder Route 66 Reise ein wahrer muss Stopp. Nicht speziell wegen der Landschaft. Auch wenn diese nicht zu verachten ist. Aber das wahre Highlight ist der sogenannte Route 66 Midpoint. Ein Schild aber nicht einfach nur irgendein Schild, sondern die Signalisierung, dass die Hälfte der Strecke nach Santa Monica erreicht wurde.

Der Midpoint der Route 66

Hier beginnt das Land der Verzauberung

Mit ca. 784 km führt uns die weiteste Strecke der Route 66 durch den Bundesstaat New Mexico. Mit der Überquerung der Grenze von Texas nach New Mexico wechselt man ebenfalls die Zeitzone. Es wechselt aber nicht nur die Zeitzone, sondern auch die Landschaft. Die eher karge und abwechslungslose Prärielandschaft von Texas geht bei der wunderschönen Berglandschaft von New Mexico schnell vergessen und hält die eine oder andere Überraschung bereit. Nicht um sonst gilt New Mexico als einer der schönsten Bundesstaaten von Amerika. Während unserem Trip durch New Mexico gibt es so einiges zu sehen und zu erleben. Man wird förmlich verzaubert, weshalb der Bundesstaat den Spitznamen Land der Verzauberung trägt.

Tucumcari

In Tucumcari findet man verschiedene schöne Wandgemälde, welche sich ideal als Fotosujet eignen. Mit dem Tee Pee Curios findet man einen Souvenir Shop für witzige Route 66 Souvenirs. In der Downtown liegt das Odean Theatre, ein Kino aus dem Jahre 1935. Das Odean Theatre ist immer noch in Betrieb und eignet sich für einen entspannten Kinoabend. Beim Ortsausgang von Tucumcari findet man ein kleines Route 66 Museum und ein Route 66 Monument, welches als Hommage an die Legendäre Route 66 errichtet wurde.   

Santa Rosa

Das kleine Städtchen Santa Rosa liegt zwischen Tucumcari und Albuquerque und hat fast 3000 Einwohner. Mit dem Park Lake findet man in Santa Rosa ein schönes Erholungsgebiet mit verschiedenen Seen. In der Nähe befindet sich auch das bekannte Blue Hole. Ein 25 Meter tiefer See zum baden. Für Auto Fanatiker gibt es in Santa Rosa auch etwas zu sehen, nämlich das Route 66 Auto Museum. Gegen einen kleinen Betrag kann man darin über 30 restaurierte Autos bewundern. Wie auf der legendären Route 66 üblich, findet man hier auch einen Souvenir Shop und kann sich mit Andenken und Geschenken eindecken.

Albuquerque Welcome to Route 66

In Albuquerque wird man von einem großen Steinbogen begrüsst. In der Mitte dieses Steinbogens hängt das Symbol der legendären Route 66. Seit 1972 findet jährlich im Oktober das Albuquerque International Balloon Fiesta statt. Das weltweit grösste treffen von Heissluftballonfahrern, welche den Himmel mit ihren schönen Ballonen schmücken. Am Westufer des Rio Grande, welcher durch Albuquerque fließt, findet man das Petroglyph National Monument. In dem ca. 30 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet findet man über 20’000 prähistorische Felsritzereien, welche größtenteils von den dort ansässigen Indianerkulturen stammen. Für die Breaking Bad Fans gibt es in der Stadt verschiedene Stadt-Touren, auf denen man die Drehorte der preisgekrönten TV-Serie besuchen kann. Bei gutem Wetter empfiehlt sich ein Ausflug auf die Sandia Mountains, den Gebirgszug im Nordosten der Stadt. Mit der Sandia Peak Tramway Seilbahn kann man den Gipfel mit einer 15-minütigen Fahrt einfach und bequem erreichen. Der Gipfel liegt auf 3163m Höhe. Dementsprechend empfiehlt es sich genügend warme Kleider anzuziehen. Bei wolkenlosem Wetter kann man meilenweit in die umliegenden Ebenen sehen und die Aussicht ist einfach atemberaubend.        

Das Albuquerque International Balloon Fiesta

Der Abschied aus New Mexico

Gallup liegt nur wenige km von der Grenze zu Arizona entfernt und ist unser letztes Ziel in New Mexico. In der Vergangenheit wurden hier viele Western-Filme gedreht. Die meisten Filmstars und Berühmtheiten sind damals im El Rancho Hotel eingekehrt. Unter anderem waren dort die beiden ehemaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower und Ronald Reagan zu besuch. In der Hotelhalle des im historischen Originalzustand erhaltenen Hauses findet man unzählige Bilder mit Originalunterschrift der eingekehrten Stars und Berühmtheiten. Direkt an der legendären Route 66 steht mit dem Dude Man ein bekannter Muffler Man auf dem Dach von John’s Used Cars, einem Auto und Reifen Schopp.

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Dieser Beitrag dient nicht als Reiseplan oder Anleitung. Er gibt lediglich Einblicke auf die Sehenswürdigkeiten der Route 66 oder deren, die damit verbunden werden können. Die enthaltenen Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und für die Richtigkeit kann nicht garantiert werden. Die Beiträge dieser Serie dienen als Inspiration und können für die Planung seines eigenen Route 66 Abenteuers zur Hand genommen werden. Die hier erwähnten Sehenswürdigkeiten und potentiellen Zwischenstopps sind bei weitem nicht abschließend. Das können sie auch nicht, denn die Route 66 ist vom Anfang in Chicago bis zum Ende in Santa Monica atemberaubend und jede einzelne Meile hätte eine Geschichte zu erzählen. Dies würde den Umfang dieser Serie aber sprengen. Die Beiträge werden aber fortlaufend ergänzt und erweitert. Und am schönsten ist es immer, wenn man es selbst erleben und genießen kann. Worauf wartet Ihr also noch? Macht euch auf zu einem wahren Abenteuer!

Wart ihr schon mal auf der Route 66 oder kennt eine Geschichte darüber? Dann teilt uns dies doch in den Kommentaren mit und lasst uns an euren Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben.

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