Ha Long Vietnam
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Urlaub in Vietnam – 6 Orte wo man hinreisen sollte?

Ein noch eher unbekanntes Paradies

In Europa und der westlichen Welt wurde Vietnam lange Zeit eher mit Krieg, Kommunismus und Armut assoziiert, als mit Kultur, wunderschöner Natur und endlosen Stränden. Dementsprechend unbekannt war oder ist das Land für westliche Touristen. Doch dies hat sich in den letzten Jahren stark geändert und immer mehr Touristen besuchen Vietnam Jahr für Jahr. So dass die Touristengrenze die 10 Millionen Grenze schon länger überschritten hat. Und dennoch kennt man im Asiatischen-Raum eher Indonesien oder Thailand als typische Feriendestinationen. Doch Vietnam steht diesen in nichts nach und kann selber mit unberührter Natur, leckerem Essen und traumhaften Stränden punkten. Die aktuell vorhandene Visum-Pflicht für viele Länder hat auf die meisten Touristen eine abschreckende Wirkung. Dies hat aber den Vorteil, dass die meisten Touristenorte und Strände noch nicht völlig überlaufen sind und sich noch viel unberührte Natur finden lässt. Für Schweizer Bürger sollte so ein Visumsantrag kein Problem sein und kann einfach bei der Vietnamesischen Botschaft in der Schweiz angefragt werden. Die Kosten für das Visum ändern ständig und müssen ebenfalls bei der Vietnamesischen Botschaft angefragt werden. Und von dieser Visums-Pflicht sollte man sich keineswegs abschrecken lassen. Der Urlaub in Vietnam ist nämlich sehr empfehlenswert und hat einiges zu Bieten. Doch was genau kann man von einem Urlaub in Vietnam erwarten und was gibt es alles zu entdecken?

Ha Long

Die Ha Long Bucht liegt im Norden Vietnams an dem Golf von Tonkin. Auf vietnamesisch heißt das Gebiet Vinh Ha Long, was so viel bedeutet wie “Bucht des untertauchenden Drachen”. Das circa 1500 Quadratkilometer große Gewässer ist mit über 2000 Kalkfelsen besetzt. Die Kalkfelsen ragen zum Teil mehrere hundert Meter aus dem Wasser und sind größtenteils unbewohnt. Gemäß der Legende sind diese Kalkinseln durch Drachen entstanden, die von den Göttern entsandt wurden, um die Bucht zu verteidigen. Die Drachen spuckten Feuer, Jadesteine und Juwelen ins Wasser, daraus entstanden dann die kleinen Inseln. Die einzigartige und eindrückliche Landschaft wurde 1994 sogar zum UNESCO Kulturerbe ernannt. Aber auch sonst ist die Landschaft in der Ha Long Bucht traumhaft und man findet eine Vielzahl von Grotten, Tropfsteinhöhlen, sonstige Höhlensysteme, Korallenriffe, Mangrovenwälder und wunderschöne Strände. Die Ha Long Bucht ist für jeden Naturfreund, der Urlaub in Vietnam macht, eine perfekte Option. Bei dieser wunderschönen Natur und der malerischen Landschaft kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.

Ha Long Bay
Kalkfelsen bei Ha Long Bay

Nha Trang

Am südchinesischen Meer, im Süd-Osten des Landes, liegt die Stadt Nha Trang. Sie ist eine der bekanntesten und beliebtesten Strand-Orte für einen Urlaub in Vietnam. Die Kilometer langen Sandstrände laden mit ihrem feinen, weißen Sand zum Baden ein. Entlang der Promenade des Tran Phu Boulevard, findet man viele Restaurants, Strandbars und Essensstände, die zum hinsitzen und verweilen einladen. Im Norden der Stadt findet man mit den Thap Ba Bonager Türmen eine der bedeutendsten Cham-Stätten des Landes. Die Gewässer eignen sich ideal zum segeln, schnorcheln und tauchen.

Nha Trang
Strandabschnitt bei Nha Trang

Hanoi

Die Hauptstadt Vietnams liegt mit Hanoi im Norden des Landes und ist die älteste der bestehenden Hauptstädten Südostasiens. Entstanden ist sie 1010 durch die Zitadelle von Thăng Long. Das Gelände der Zitadelle kann besucht werden und gilt als UNESCO Kulturerbe. Hanoi wird von vielen als die schönste Stadt ganz Asiens bezeichnet. Dies aufgrund der vielen verschiedenen architektonischen Einflüssen, die auf die verschiedenen Besetzungen zurückzuführen sind. Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten. So findet man im Fine Arts Museum verschiedene historische Schätze. Darunter zum Beispiel die alten Champa Steinskulpturen.

Tran-Quoc-Pagode Tempel
Tran-Quoc-Pagode Tempel bei Hanoi

Phu Quoc

Die Insel Phu Quoc findet man im Süd-Westen des Landes und sie verfügt im Gegensatz zu anderen vietnamesischen Inseln eine sehr gute und ausgebaute Infrastruktur. Und dennoch gehört die Insel fast vollkommen der Natur. So sind ungefähr 50% der Insel zum Nationalpark erklärt worden. Obwohl der Nationalpark durch die vorhandenen Strassen und Staubpisten gut erschlossen ist, findet man hier große Teile noch fast unberührter Natur und üppige Urwälder. Beim Coconut Tree Prison, einem der grössten Gefängnisse des Vietnamkrieges, kann man in den Gefängnisalltag während des Vietnamkrieges eintauchen. Phu Quoc ist bekannt für seinen Pfeffer und man findet auf der Insel viele Plantagen, die auch besucht werden können. Seit 2018 ist Phu Quoc durch die längste Seilbahn der Welt mit der anderen Ferieninsel Hon Thom verbunden.

Phu Quoc
Bucht der Insel Phu Quoc

Ho-Chi-Minh-Stadt

Mit über 8 Millionen Einwohnern ist Ho-Chi-Minh-Stadt oder besser bekannt unter ihrem alten Namen Saigon, die grösste Stadt Vietnams. Die alte Hauptstadt der Republik Vietnam verfügt über ein pulsierendes Stadtleben und bei Einbruch der Dunkelheit erwacht die Stadt nochmals mehr. Überall verteilt findet man hippe Cafés, Dachterrassen und Bars. Aber nicht nur das Nachtleben von Ho-Chi-Minh-Stadt hat etwas zu bieten, sondern auch die verschiedenen Museen, Theater und die Bauten der Stadt lassen sich sehen. Mit dem Cu-Chi Tunnelsystem findet man auch noch ein Überbleibsel der kriegerischen Vergangenheit der Stadt. Und wer ein wahres Abenteuer erleben will, versucht in Ho-Chi-Minh-Stadt eine der viel befahrenen Strassen zu überqueren.

Saigon bei Nacht
Saigon bei Nacht

Mui Ne

Das Fischerdorf Mui Ne liegt im Süden von Vietnam, an der Küste des Südchinesischen Meeres. Seine Sanddünen und die feinsandigen, Kilometer langen Sandstrände ziehen mit ihren Kokospalmen Jahr für Jahr mehr Touristen an. Bei Mui Ne selber findet man mit dem Gahn Beach und dem Suoi Nuoc Beach zwei wunderschöne Strände, an denen viele Restaurants, Bars, Cafés und Hotels zu finden sind. Der Rang Beach im benachbarten Ham Tien ist aber am stärksten touristisch erschlossen. Dieser Strand zieht sich westlich von Mui Ne 10 Kilometer der Küste entlang, bis nach Phu Hai. Dank den starken Winden eignet sich Mui Ne ideal zum Kite- und Windsurfen. Wer also für einen Windsurfurlaub in Vietnam ist, kann sich von Dezember bis April in Mui Ne richtig austoben. Viele Windsurfschulen bieten verschiedene Kurse an. Egal ob Anfänger oder Profi, in Sachen Windsurfen findet man bei Mui Ne einfach alles.

Mui Ne
Wellen bei Mui Ne

Gibt es aus eurer Sicht noch weitere Highlights in Vietnam oder durftet ihr bereits einen Urlaub in Vietnam verbringen? Dann teilt uns eure Erlebnisse und Erfahrungen doch bitte in den Kommentaren mit.  

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